Konditionierung, noch unbewusst oder schon bewusst?

Erkennen. Verstehen. Verwandeln.

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Hin zur Selbstverantwortung und Ehrlichkeit.

Der erste Schritt ist die Ehrlichkeit zu sich selbst. Aufhören wegzusehen und die eigene Natur zu erkennen. Ohne den blinden Fleck der Selbstdarstellung und ohne Verschönerungsfilter. Diese Illusion halten wir nicht für andere aufrecht, sondern für uns selbst. Der erste Blick kann unangenehm sein. Denn es ist der Blick, unter dem das künstlich aufgebaute Bild ins Wanken gerät. Das Gerüst beginnt Stück für Stück in sich zusammenzufallen und legt darunter etwas frei, das die ganze Zeit da war. Den eigenen Kern. Vielleicht ist das, was wir Veränderung nennen, deshalb gar keine Veränderung im eigentlichen Sinne. Vielleicht ist es vielmehr ein Ablösen dessen, was nicht zur eigenen Natur gehört.

Schicht für Schicht. Muster für Muster.
Bis sichtbar wird, was darunter immer schon vorhanden war.
Im Grunde ist es ein Hinsehen und Erkennen. Mehr nicht.
Hinsehen. Beobachten. Hinterfragen.

Es geht darum, Konditionierungen wahrzunehmen. Sie als Konstrukte zu erkennen und nicht als Teil der eigenen Natur. Es sind tiefgreifende Muster und Pattern, die sich durch unser Leben ziehen. Durch Wiederholung graben sie sich immer tiefer ein, bis sie so vertraut erscheinen, dass wir sie für einen Teil unseres Selbst halten. Genau hier beginnt für mich der Pfad zu mentaler Befreiung und innerem Frieden. Selbstbeobachtung lässt ihre Strukturen und Verknüpfungen sichtbar werden und öffnet damit die Möglichkeit, überhaupt wieder zu wählen. Vielleicht liegt Freiheit nicht darin, keine Konditionierungen mehr zu haben, sondern darin, bewusst zu wählen, welche uns zurück zu uns selbst führen.

Nicht jedes Muster muss verschwinden. Nicht jede Konditionierung muss abgelegt werden. Vielleicht gefällt sie uns sogar. Der Unterschied liegt im Bewusstsein darüber: Konditionierungen sind immer subtile Manipulationen. Manipulation ist dabei nicht automatisch negativ. Sie beschreibt zunächst nur eine Einwirkung, die etwas formt oder verändert. Antrainierte Muster, denen ich weiter folgen oder die ich loslassen kann. Ich kann mich neu ausrichten oder sogar ganz bewusst neue Konditionierungen entstehen lassen.

Ich denke, es geht vordergründig nicht darum, keine Programme mehr im Hintergrund laufen zu lassen. Das wäre vermutlich so sinnlos wie ein Computer ohne Programme. Die Frage ist vielmehr, welche Programme lasse ich im Hintergrund laufen? Bewusst zu entscheiden, welche ich automatisiere. Schließlich nehmen sie mir Arbeit ab. Interessant wird es erst, wenn ein altes Programm weiterläuft, obwohl ich längst ein anderes gewählt habe. Außer man trifft die Wahl, jedem Moment mit Achtsamkeit zu begegnen und in der eigenen Präsenz zu verweilen. Im Grunde ganz einfach. Nur nicht immer leicht.

Das ist einfach, nicht wahr? Schließlich sind wir keine dressierten Tiere, oder?

Besonders interessant sind die ungeliebten Konditionierungen. Sie sind perfekte Navigatoren und verraten uns, welche inneren Aufgaben auf uns warten. Unsere Emotionen sind dabei der Kompass, der uns durch dieses mentale Gelände führt. Leider haben viele von uns verlernt, ihre Sprache zu verstehen.

Die Illusion der Identität

Oft glauben wir, unsere Vorlieben, Abneigungen und Reaktionen seien ein fester Bestandteil unserer Persönlichkeit. Dabei sind es nur Identifikationen mit ihnen. Dein ursprüngliches Wesen, dein tiefer innerer Kern, hat damit nichts zu tun.

Lösen wir uns von diesen Manipulatoren, bleibt das zurück, was du wirklich bist, und plötzlich eröffnen sich neue Wege. Ein Potenzial aller Möglichkeiten. Oh, wenn du dich traust, kannst du alles sein, was du willst!

Viele unserer Konditionierungen resultieren aus vergangenen Anhaftungen.
Doch was ist Vergangenheit anderes als gespeicherte Erfahrung?
Das Pattern ist nur noch Erinnerung. Eine Erinnerung, die abgerufen wird und sich dadurch im gegenwärtigen Moment immer wiederholt.

Daraus kreieren wir unsere Definition des Ichs.
Unser Ego.
Den Spiegel nach außen für unser Umfeld.
Unsere Rollen.

Ein buddhistischer Abt formulierte es einmal so. „Das Leben ist wie ein Fernseher und wir vergessen völlig, dass es unzählige Sender gibt. Anstatt immer dasselbe zu schauen, immer die gleichen Routinen zu durchleben, haben wir die Wahl und das Potenzial, die Fernbedienung zu nehmen und umzuschalten.“ Ein starkes Bild, finde ich. Denk mal daran, wenn du wieder vor dem Fernseher sitzt und die gleichen Serien schaust. Es ist wie dein Leben.

Tatsächlich erfordert es viel Kraft, ehrlich zu sich selbst zu sein. Aufzuhören, diese Muster zu verteidigen und sie als Teil des Selbst zu betrachten. Einige dieser Erinnerungen sitzen tief verankert. Erlernte Mechanismen und Identifikationen von Kindheit an. Übernommene Ahnenthemen.Diese radikale Ehrlichkeit zu sich selbst ist die wahre Alchemie des Lebens. Ein Prozess, der Schale für Schale die Wahrnehmungsfilter abnimmt und unsere echte Natur erkennen lässt.

Ein natürlicher alchemistischer Prozess. Der sinnbildliche Stein der Weisen, der dich in Gold verwandelt. Es ist der Anfang des Weges zu dir selbst. Ganz leise und still. Ein innerer Prozess, der i m Außen manchmal erst dann sichtbar wird, wenn das Umfeld mit „Du hast dich aber verändert“ reagiert. C. G. Jungs Individuationsprozess berührt genau diesen Gedanken.Und vielleicht beginnt genau hier etwas, wonach wir so oft im Außen suchen. Freiheit und innerer Frieden.

Bereit, die Mühe auf dich zu nehmen?

Das Korsett der Konditionierungen. Zyklische Muster sind Teil des Kosmos.

Unsere Pattern und Muster sind im Grunde nichts anderes als Zyklen. Im Großen widergespiegelt zeigt uns die Natur ihre eigentliche Funktion. Die offensichtlichsten zyklischen Pattern finden wir im Mond und in den Jahreszeiten. Werden und Vergehen. Aktion und Ruhen. Ausdehnung und Rückzug.

Und erstaunlicherweise sind auch wir ein natürlicher Teil von allem. Meow, was für eine Entdeckung in unserer ach so modernen Welt.

Einer Welt, die meiner Meinung nach noch nicht einmal besonders fortschrittlich ist. Eine wirklich hochentwickelte Welt würde im Einklang mit ihrer Natur und ihren Zyklen leben und unsere natürliche Funktion darin wieder erkennen. Beobachtet man diese Prozesse, beginnt man ihre Abläufe zu verstehen. Alles ist bereits in uns vorhanden. Richten wir den Blick nach innen, können unsere natürlichen Prozesse wieder sichtbar und spürbar werden. Beobachtung und Reflexion bringen unsere persönliche Evolution in Bewegung.

Wir haben oft verlernt, unserer Intuition zu folgen. Ihr zu vertrauen. Sie als Schnittstelle, als Sprache unseres natürlichen Kerns zu erkennen. Man hört lieber auf die Meinung anderer, anstatt dem eigenen Innersten zu vertrauen. Seiner eigenen Essenz. Dem eigenen Rytmus folgend. Wir wissen instinktiv selbst am besten, was uns guttut. Natürlich ist nichts falsch daran, Rat einzuholen und sich Inspiration für den eigenen Weg zu holen. Doch es bleibt der eigene Weg. Einer, den man selbst geht und nicht die anderen.

Es ist wie bei einem Baum. Seine Natur ist Expansion. Er wächst und breitet sich aus. Durch Schneiden, Arborsculpture oder Spaliererziehung wird sein Wachstum gelenkt und er erhält eine andere Form. Seine Essenz bleibt dieselbe. Seine äußere Erscheinung verändert sich.

Meine Gewohnheiten – so bin ich eben?

Wie liebe ich diesen Spruch. „So bin ich eben. Akzeptiere es.“

Wenn ich ihn höre, denke ich oft im Stillen. Okay, ich kann ziemlich genau wahrnehmen, wer du in deiner Essenz bist. Du auch?

Weiter gehe ich darauf meistens nicht ein. Das wäre Energieverschwendung. Ein einfaches „Interessant“ oder „Schön für dich“ reicht vollkommen.

Denn ich muss weder die Welt noch die Menschheit retten.
Ich trage die Verantwortung für mich.
Und ich wünsche mir nur, dass jeder
diese Verantwortung für sich selbst übernimmt.
Wieder bei seiner eigenen Essenz ankommt
und seinen eigenen Rhythmus findet.

Der eigene Rhythmus. Das gesunde Muster der Existenz.

Viele denken bei Gewohnheiten gar nicht an diese Tiefe. Sie denken sofort an Kaffee, Tee oder den Smoothie am Morgen. Gleich nach dem Aufstehen oder erst nach der rituellen Reinigung. Eben das, was man mag. Ja, genau das ist die Gewohnheit. Es gibt also keinen Grund, sie infrage zu stellen, oder? Außer vielleicht für einen gesünderen Lebensstil.Ehrlich, wir lieben unsere Gewohnheiten und kennen sie nur zu gut, denn sie bieten Sicherheit. Und am liebsten natürlich die, die wir wirklich lieben.

Wie sieht es aber mit den Gewohnheiten aus, die man nicht mag? Bist du dir derer auch bewusst? Na dann bingo! Glückwunsch! Hast du auch deine wiederkehrenden Gedanken und Beziehungsmuster dazugezählt? Auch mal validiert?

Oder bist du an dem Punkt, alles zu verlassen? In eine neue Stadt zu ziehen. Alles hinter dir zu lassen?Dann sag ich dir, es bringt nicht viel. Außer du bearbeitest die tieferliegenden Muster, die dazugehören. Die Gedanken. Die Wertungen. Die Ansichten. Nicht die Außenwelt. Sie spiegelt nur wider, wie du dich selbst behandelst. Also spar dir deine Kraft, im Außen alles umzuwälzen. Nimm lieber den unscheinbaren und unangenehmen Weg auf dich. Den Weg nach innen.

Genau, deine Gedankenmuster gehören auch dazu. Einstellungen und Sichtweisen, die vielleicht schon seit deiner Kindheit in dir schlummern. Hast du sie dir zuliebe mal hinterfragt? Ob es gute oder schlechte Verhaltensweisen sind, ist dem Konditionierungsprozess völlig egal. Es ist ein ähnlicher Ablauf wie bei der Prägung deines Haustieres. Hier liegt die Verantwortung beim Halter. Also bei dir. Du kannst deinem Hund beim Heben deiner Hand eine Reaktion von Angst oder Freude antrainieren. Dem Mechanismus ist es egal, was dabei entsteht.

Also wann fängst du an, für dich selbst Verantwortung zu übernehmen?

Bereit zur Klarheit oder doch lieber den Schleier der Gewohnheiten?

Tief verinnerlicht und gut getarnt sind ihre Mechanismen. Oft bemerken wir sie nicht, weil wir uns mitten in der Konditionierungsspirale drehen. Doch genau dieses Zentrum brauchen wir, um hinzusehen. Das bewusste Beobachten offenbart uns die wahre Natur der Muster. Es zeigt uns, ob eine Struktur nährt oder verzehrt.

Ob wir diese Muster selbst erschaffen oder ungefiltert übernommen haben, ist dabei zunächst nebensächlich. Die ewige Suche nach dem Warum hält uns irgendwann nur noch auf und füttert die Opferrolle. Wer kennt diesen Satz nicht. „Ach, wäre es so oder so gewesen, ja, dann …“
Ehrlich ist das nicht.
Und Schuldzuweisungen halten dich fern von deiner eigenen Souveränität.

SOUVERÄNITÄT.
Deine Verantwortung dir selbst gegenüber.

Akzeptiere, was ist, und gib deinem Opferbewusstsein eine Umarmung, Anerkennung und einen Lolli. Und dann geh weiter. Aus deiner Souveränität heraus kannst du Grenzen setzen und sagen „Nicht mit mir. So nicht. Hier wird meine Grenze überschritten.“ Und genau dort darfst du dich aus einer Situation herausziehen und an dich selbst denken. Doch das sind bereits die extremeren Fälle.

Ein leichteres Beispiel ist das blinde Folgen eines Trends. Es ist „hip“, doch ist es wirklich für jede Konstitution geeignet? Wer seine eigene Natur, seine Essenz kennt, kann genauer hinsehen und braucht die oberflächliche Bestätigung vielleicht gar nicht mehr.

Innere Balance ist der Schlüssel, um diese mentalen Gitter zu durchbrechen. Vertrauen in die eigenen intuitiven Fähigkeiten. Ein stilles Beobachten der Gedanken und Muster. Mehr braucht es zunächst nicht. Die Natur bewegt sich in Zyklen und so tun es auch unsere Muster. Sie tauchen auf, entfernen sich und kommen wieder. Schau sie dir an, ohne sie zu bewerten. Woher kommen sie? Welche Emotion haftet an ihnen? Welche Konditionierungen sind mit ihnen verknüpft? In diesem Moment der wertfreien Beobachtung geschieht die Magie. Das Muster ist nicht mehr vollkommen unsichtbar. Du hast es wahrgenommen. Taucht es wieder auf? Gut. Dann beobachte es erneut.Mit jeder Wiederholung kann die alte Prägung etwas von ihrer bestimmenden Kraft verlieren. Das Bild wird schärfer. Die Sicht klarer. Bis vielleicht irgendwann der Punkt kommt, an dem die Gitter ihre Begrenzung verlieren.

Was bleibt, ist Raum. Raum für eigene, gesunde Strukturen.
Für den eigenen Rhythmus. Das natürliche Pattern deiner Essenz.

Probieren geht über studieren oder?

Du hast bis hierhin gescrollt. Sogar gelesen? Meine Achtung.
Deine Meinung ist dennoch „Das ist doch alles Blödsinn! Ich sehe doch, dass alles einfach nur passiert und meine Gewohnheiten mich ausmachen. So ist es halt. Jeder kennt mich so!“

Ja gut. Dein Wille, dein Weg. Nicht mein Weg.
Doch mal ehrlich, was hast du zu verlieren, wenn du es einfach ausprobierst?

Die Voraussetzung ist natürlich eine unvoreingenommene Haltung. Wie ein Kind, das etwas Neues entdeckt und bereit ist, sich auf eine unbekannte Welt einzulassen. Ansonsten kreist du immer wieder in deiner altbewährten Welt herum. Wie ein Kreisel, der seine Bahn nicht verlässt.

Ein weiterer Tipp. Vertraue dir selbst und deinen eigenen Erfahrungen. Nimm aus Philosophien und Geschriebenem das mit, was mit dir in Resonanz geht. Und dann erfahre selbst, was davon für dich Bestand hat.

Nicht jeder ist der Meditationstyp. Nicht jeder ist an dem Punkt, an dem er still werden kann. Dann probiere vielleicht entspannende Meditationsmusik oder Klänge aus. Etwas, das dir gefällt und das du häufiger hörst. Beim Einschlafen, beim Joggen oder einfach zwischendurch. Rein als neue Gewohnheit. Als bewusst gesetzte Konditionierung. Und dann beobachte.

Was verändert sich? Verändert sich überhaupt etwas? Wie reagierst du darauf? Was geschieht mit deinem eigenen Rhythmus?

Nicht ich kann dir sagen, was es mit dir macht.
Du musst es erfahren.
Ein geringer Einsatz
für ein kleines Experiment mit
dem eigenen Leben, oder?

Vom Beobachter zum Schöpfer.

Erreichst du den Zustand des Beobachters, bist du in der Lage, dein Reagieren und Handeln bewusster wahrzunehmen. Denn genau da liegt das Geheimnis.

Egal, was passiert, verfalle nicht sofort in den Modus „Ich muss handeln“. Manchmal reichen ein oder zwei Sekunden. Ein kurzer Moment, um zu dir zurückzukehren und bewusst wahrzunehmen, was gerade geschieht.

In diesem Moment kehrst du zu dir selbst zurück.

Deine Handlung entsteht nun nicht mehr ausschließlich aus einer automatischen Reaktion. Du bist wieder in deiner eigenen Kraft und hast die Wahl, ob du überhaupt reagieren möchtest. Ist es wirklich notwendig, deine Energie dort hineinzugeben?

Genau in diesem ausbalancierten Moment entsteht Raum. Raum für eine andere Reaktion, eine andere Entscheidung oder vielleicht auch dafür, gar nichts zu tun. So können sich neue, bewusste Konditionierungen entwickeln, die deinem eigenen Rhythmus entsprechen.

Und sei nachsichtig mit dir, wenn du trotzdem wieder in alte Muster zurückfällst. Sie sind schließlich nicht ohne Grund so tief verankert. Es ist ein bisschen wie beim Trainieren eines Muskels. Auch der braucht Wiederholung und wer kennt nicht den Muskelkater am Anfang?

Mit jeder bewussten Entscheidung entsteht mehr Authentizität. Störende Elemente können sich lösen. Du übernimmst die Verantwortung für dich selbst und trittst aus der Rolle des automatisch Reagierenden in die Rolle des Magiers und Schöpfers deines eigenen Lebens.

Sei geduldig mit dir.
Ob es schnell geht oder langsam,
ist nicht relevant.
Jeder hat sein eigenes Tempo.
Seinen eigenen Rhythmus.

Der individueller Heldenweg.

Jeder ist auf seinem individuellen Heldenweg. Egal, wie toll, langweilig, gewöhnlich oder abenteuerlich er erscheinen mag. Selbst wenn man blind dem Herdentrieb der Gesellschaft folgt. Auch das ist der persönliche Weg des eigenen Helden. Der individuelle Lebenspfad.

Jetzt hast du bestimmt schon viele Pläne im Kopf. In Zukunft werde ich dieses und jenes machen. Ja, es ist schön zu träumen und Wünsche zu haben. Solange es Möglichkeiten sind, die du aus dir heraus wählst und nicht, weil alle anderen es machen oder haben.

Lerne deine wahren Bedürfnisse kennen. Nicht die Vorstellungen davon, was dein Leben sein sollte, sondern das, was tatsächlich aus dir selbst heraus entsteht. Was schenkt dir inneres Wohlbefinden und füllt nicht nur deine Schränke mit Trophäen?

Doch der Lebenspfad ist eigentlich gar kein wirklicher Pfad. Wir legen keine Strecke zurück. Das wäre nur ein mentales Konstrukt. Der wahre Moment liegt in der Präsenz.
>>Genau jetzt, während du diese Zeilen liest, bist du in diesem Moment. Und du hast die Wahl, wie du ihn erfahren möchtest. Nicht mehr und nicht weniger ist das Leben.<<
Vielleicht beginnt genau hier auch die Frage nach dem Glücklichsein. Nicht bei dem, was irgendwann sein könnte, sondern bei der inneren Wahl in diesem Augenblick.
Was erlebst du gerade?

Du kannst in diesem Augenblick so vieles tun. Du kannst Samen setzen, die irgendwann aufgehen. Wie in der Natur. Ein natürlicher Zyklus. Doch der einzige Moment, in dem Erleben und Erfahren möglich sind, ist das JETZT.
Deshalb ist die Frage nicht, welchen Weg du wählst.
Die Frage ist viel unmittelbarer.
Was willst du jetzt erleben?

Bist du bereit, wirklich zu leben? Bewusst zu leben? Jeden Tag ein bisschen mehr bei dir selbst anzukommen? Nicht zu einer besseren Version deiner selbst zu werden, sondern deine Essenz und damit dich selbst zu entdecken. Dich auf dich einzulassen und deinen eigenen Zyklen zu folgen. Es ist der Augenblick, in dem du wahrhaft lebst.

In Wirklichkeit gibt es keine Vergangenheit. Was wir Vergangenheit nennen, sind gespeicherte, bereits erfahrene Augenblicke. Erinnerungen, die wir auf einer gedachten Strecke hinter uns anordnen und damit zu einer Vergangenheit verbinden. Auch die Zukunft existiert auf dieser Strecke nur als Vorstellung. Denn selbst wenn eine deiner Zukunftsversionen Wirklichkeit wird, wirst du sie nicht in der Zukunft erleben.
Du wirst sie als Jetzt erfahren.
Jeder Augenblick deines Lebens wurde im Jetzt erfahren. Und jeder Augenblick, der noch kommen wird, kann ebenfalls nur im Jetzt erfahren werden. Die Strecke entsteht in unserem Denken.
Das Erleben geschieht im Augenblick.
Egal, wie es gerade um dich herum aussieht, du bist der Magier dieses Augenblicks und hältst die Werkzeuge der Transformation in deinen Händen.
Der goldene Moment. Deine Alchemie ist der Schritt in deine Wirklichkeit.

Die Masken der Außenwelt geben keine Sicherheit.

Das ist dir zu viel? Dein Weltbild gibt diesen Gedanken keinen Raum? Das ist völlig okay.

Den Raum schaffst du dir, wenn du dafür bereit bist. Also speichere dir vielleicht diese Webseite, bleib mit ihr verbunden und komm zurück, wenn es für dich passt. Wenn du bereit bist, deine Werte, deine Vorstellungen und deine Konditionierungen auf den Prüfstand zu stellen, dann tu es. Es ist ein Schritt, der mit dir innerlich in Resonanz stehen muss. Und selbst wenn du aus diesem Beitrag nur eine neue Gewohnheit mitnimmst und dir ab und zu Entspannungsmusik anhörst, ist das doch schon etwas.

Es ist nicht immer angenehm, sich auf Neues einzulassen. Doch ich selbst bin dafür einfach viel zu neugierig. Meow, es gibt so viel zu entdecken, wenn du ehrlich mit dir selbst bist. Authentizität bringt eine ganz eigene innere Gelassenheit mit sich. Du musst nicht mehr performen. Du bist im Augenblick angekommen und entdeckst darin immer neue Facetten des Lebens. Authentisch zu sein bedeutet dabei nicht, immer nett zu sein. Du bist du. Nur bewusster. In deiner Essenz. Deiner Frequenz.

Die Masken fallen.

Und mit ihnen all die Energie, die es braucht, sie aufrechtzuerhalten. Wir verschwenden so viel davon damit, Rollen zu erfüllen, Bilder von uns zu verteidigen und unser Umfeld mit diesen Masken kontrollieren zu wollen. Was ohnehin nicht funktioniert. Was glaubst du, bringen dir deine Masken wirklich, außer dich vor dir selbst und anderen zu verstecken?

Wirst du wahrhaft geliebt, wenn du ständig eine Maske tragen musst? Wenn du nicht du selbst sein kannst? Was ist das für eine Liebe, der du dann nachjagst? Erfüllung?
Vielleicht ist es vielmehr eine Leere, die ständig gefüllt werden muss. Dabei übersehen wir ihre eigentliche Möglichkeit. Die Leere ist voller Potenzial. Sie gibt Raum. Raum, in dem Neues entstehen und Samen wachsen können. Es ist die Leere, die eine Schüssel zu einer Schüssel macht. Ohne diesen leeren Raum könnten wir sie nicht nutzen. Deshalb frage ich dich lieber etwas anderes.

Warum gebe ich mir nicht selbst die Sicherheit, die ich brauche?
Und warum habe ich Angst vor der Leere, die mir so viel Raum geben kann?

Die Social Media Feed Meditation.

Soziale Medien sind voll von unbewussten Gedanken und Äußerungen. Jeder will gesehen werden. Recht haben. Seine Meinung zu allem sagen. Sich verteidigen.
Hast du mal versucht, bewusst zu kommunizieren?

Bei einem negativen Impuls einfach zu schweigen, anstatt sofort in den Aktionsmodus zu gehen und einen saftigen Kommentar darunterzusetzen. Beobachte. Was macht das mit mir? Warum fühle ich das? Woher kommt meine Abneigung? Was genau tritt hier in Resonanz?

Wenn du dich darauf einlässt, kannst du entdecken, welcher Bereich in dir gerade wirklich schreit. Die Grundvoraussetzung ist Ehrlichkeit. Nicht werten. Nicht vergleichen. Beobachte, was passiert und wie es sich anfühlt.Eine Bewusstseinsübung, die sogar Spaß machen kann. Die Social Media Feed Meditation. Schau dir die Inhalte bewusst an. Wenn dich etwas triggert, schau genauer hin. Warum? Nicht sofort handeln. Nicht sofort kommentieren. Erst einmal wahrnehmen, was in dir in Resonanz tritt. Jeder Mensch blickt durch andere Filter. Mit der Zeit wirst du über manches vielleicht einfach lachen, weil es plötzlich belanglos und trivial erscheint. Anderes geht tiefer. Verletzte Gefühle. Ängste. Alte Pattern, die sich bemerkbar machen.

Und manchmal ist das, was dich im Außen am lautesten stört, einfach eine ziemlich interessante Einladung, nach innen zu schauen.
Was du dort findest, musst du selbst erfahren.

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