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Case: versteckt-narzisstische Familienmitglieder.

Teil 2: Die Zielpersonen im narzisstischen Spiel und die Cinderella Dynamik.

Schachmatt oder der moderne Zombie. Im Spiel des versteckten Narzissten (“Energievampirs”) ist das Ziel die Person zu kontrollieren und zu vergiften. Der passende Vergleich ist das Zombiegift, es heißt, die vergiftete Person wird zur Marionette und gehorcht dem Meister – dem Puppenmeister. Zu keiner Aktion mehr fähig, im mentalen Nebel gefangen und nur noch funktionierend wie ein Untoter, ein Zombie, ist die Zielperson im narzisstischen Netz gefangen.

Vielleicht erwartest du, dass die Person als Opfer bezeichnet wird. Nein, das macht es schlimmer, es gibt die Verantwortung und die Macht ab. Es gibt keinen Zweifel daran, dass es traumatisch ist, in dieser Struktur aufzuwachsen, verletzt zu werden. Vor allem von den Familienmitgliedern, die dich als Kind beschützen sollten. Es ist diese Opferhaltung, die verwundbar macht, die einen schachmatt setzt und auf der Schattenseite hält. Diese Haltung bindet, gibt Macht ab und macht das “Opfer” zur Marionette. Aus diesem Grund ist der Begriff “Zielperson” besser geeignet.

Wenn man ehrlich ist, sieht man, dass alle äußeren Handlungen, Demütigungen, Kritiken usw., mit denen man konfrontiert wird, immer eine Reaktion erfordern. Das ist der Weg zur eigenen Stärke. Die Chance zu wachsen. Das wahre Selbst zu finden. Der Philosoph Epiktet beschreibt dies treffend in seinen stoischen Prinzipien, die wie ein Leitfaden durch diesen Prozess des inneren Wachstums führen.

Die Reaktion hat man selbst in der Hand – man kann sich entscheiden, diese äußeren Reize, z.B. Kritik, mit Reaktionen wie u.a. Ärger und Unsicherheit zu nähren, ihr einen Nährboden zum Wachsen zu geben oder sie einfach loszulassen. Es liegt an einem selbst und der eigenen Wahrnehmung, wie diese Kritik wirkt. Sie ist eine Chance, an ihr zu wachsen. Nutzt man sie, ist man auf dem Weg, die beste Version von sich selbst zu erschaffen.

Ein weiterer Punkt ist, dass die Zielperson in diesem narzisstischen Spiel gezwungen ist, ihre Sensibilität auf höchster Stufe zu aktivieren. Die Sicherheitsfunktion: Je nach Grad der Empathie ist der Vergleich mit “wie auf die Eier gehen” zutreffend. In der narzisstischen Beziehungsstruktur gefangen zu sein bedeutet, dass der Narzisst das Spiel beherrscht. Mit seinem intuitiven Alarmsystem weiß der Narzisst geschickt die Fäden zu ziehen, um alles nach seinen Wünschen zu manipulieren.

Die Zielpersonen im narzisstischen Spiel, die Spiegelungen und ihre Verletzungen.

In der Familie gibt die narzisstische Person weiter, was sie falsch gelernt hat. Die Kinder werden mit ungesunden Strukturen und einer getrübten Wahrnehmung erzogen. Eine wichtige Komponente ist, mit welchem Bewusstsein das Kind ausgestattet ist. Besitzt es bereits ein erhöhtes Bewusstsein, ist es später in der Lage, die Strukturen zu erkennen und zu durchbrechen. Dies wird spirituell als Seele mit Erfahrung bezeichnet. Eine Seele, die sich bewusst ausgesucht hat, diesen Druck zu erleben und an ihm zu wachsen. Im umgekehrten Fall entwickelt das Kind eine narzisstische Persönlichkeit.

Die Dynamik des narzisstischen Spiels liegt in der Spiegelung. Im Spiegel der Zielperson befindet sich der Narzisst und spiegelt die einzig gültige Wahrheit – die narzisstische Wahrheit. Das Spiegelbild führt die Zielperson zu falschen Wahrnehmungen mit manipulierten Handlungen. Ein narzisstischer Filter. Der Betroffene nimmt die Realität nur noch verschwommen wahr und entwickelt ebenfalls ein gestörtes Selbstbild.

Unter anderem Punkte wie:

  • falsche Selbstwahrnehmung: fühlen sich von anderen nicht gesehen und entwickeln ein niedriges Selbstwertgefühl.
  • hohe Selbstkritik und Angst vor Kritik: suchen Fehler bei sich selbst, fühlen sich schuldig und sind Meister der Selbstkritik.
  • hochsensible: gehen wir auf Eiern – sind in ständiger Arlambereitschaft – Emotionen sind auf volle Lautstärke gedreht, infolge entwickeln sie eine gestörte Beziehungsfähigkeit.
  • Ängstlich: fühlen sich nicht sicher. Sie entwickeln ein extremes Sicherheitsbedürfnis, das sie sich selbst nicht geben können und geraten so in einen Kreislauf der Abhängigkeit.
  • Trauma: Durch den Missbrauch haben sie tiefe traumatische Erfahrungen verankert – tiefe Kindheitswunden. Spirtuell: Das innere Kind kann sich nicht entfalten.
  • verschlossenes Herz: hohe Mauern wurden errichtet, um nicht verletzt zu werden, daraus resultiert nicht geliebt zu werden und nicht lieben zu können, gestörte Beziehungen sind die Folge – narzisstische Partner werden angezogen. Siehe hochsensible “Emotionen”.
  • isoliert sein: Sich mental wie in einem Käfig isoliert fühlen und sich nicht daraus befreien können. Dies kann zu Rückzug führen, da jeder Kontakt nach außen eine Belastung darstellt.
  • zum Schweigen gebracht werden: nicht sprechen – nicht für sich selbst einstehen.
  • von anderen verurteilt werden: das Gefühl, ständig angegriffen zu werden. Die Lautstärke des eigenen Systems ist so hoch eingestellt, dass der kleinste Misston als Problem und Angriff empfunden wird.tem ist so hoch eingestellt, dass der kleinste Misston als Problem und Angriff eingestufft wird.
  • man macht es dem Narzissten nie recht: Man lernt, dass man nicht genug oder gut genug ist. Niedriges Selbstwertgefühl. Alle anderen sind besser. Kein Erfolg. Keine Motivation.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich der Betroffene entweder der Gesellschaft anpasst oder ständig auf der Suche nach sich selbst ist. Anpassung an die Norm, um eine Ebene der Normalität mit tiefen Wunden hinter dicken Mauern zu erhalten. Hauptsache nicht auffallen. Narzisstische Züge fallen in einer egoistischen Welt nicht auf, oder?

Der andere Fall ist die ewige Suche. Die Suche nach sich selbst, nach wahrer Liebe, nach Geborgenheit, nach Klarheit, nach Wahrheit usw. Auf der Suche erfährt man, dass man nirgendwo hingehört, nicht in diese Schublade, nicht in jene. Und finde mal jemanden, der dir sagt: Hey, weißt du nicht, dass es anders geht, was du suchst, findest du nur in dir selbst – das wäre wie ein Sechser im Lotto.

He Meng Ting

Die Familie im narzisstischen Spiel – ein Familienfluch?

Von Familie zu Familie weitergegeben: die narzisstische Tradition. Kulturell gesehen ist das, was in der Familie durch Traditionen weitergegeben wird, ihr Erbe. Ob diese Strukturen richtig oder falsch sind, spielt in ihrer Grundsubstanz keine Rolle. Die Handlung ist die gleiche.

Es liegt an uns, wie wir diese Strukturen wahrnehmen und bewerten. Das Verständnis ist individuell. Eine bewusste Betrachtung und Auseinandersetzung mit dieser Tradition wäre wichtig.

Das Bewusstsein dafür ist oft nicht vorhanden. Als Kind ahmt man das Verhalten der Eltern nach und hinterfragt nichts. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, was sie weitergeben, aber dieses Bewusstsein ist selten vorhanden, weil sie nicht gelernt haben, sich mit ihren inneren Strukturen auseinanderzusetzen. Oft sind die Menschen nur auf die äußere Welt fixiert. Diese immer schneller werdende Welt ist komplex, wenn man sich nicht abgrenzt und seinem eigenen Rhythmus folgt. Dem Rhythmus des seelischen Wachstums. So werden ungesunde Strukturen weitergegeben, die man überspitzt als Familienfluch bezeichnen könnte.

Jeder in der Familie, der in der Lage ist, solche Strukturen zu erkennen, hat die Verantwortung, sie zu durchbrechen. Für eine bessere Struktur der Nachkommen und für eine bessere Welt! Aber wie? Der nächste Teil gibt Anregungen dazu.

Der Empath in dieser Familienstruktur.

Das Kind, das mit verdeckt narzisstischen Autoritätspersonen aufwächst, hat keine andere Wahl, als sensibel zu sein. Das ist sein Überlebenssystem, um sich zu schützen. Es wird zur Empathie gedrängt. Der Grad der Empathie ist individuell und hängt von der gewählten Strategie ab.

Wird ein hochsensibles Kind noch mehr in die Empathie getrieben, ist es in ständiger Alarmbereitschaft. Wie schon erwähnt, ist es wie auf Eiern gehen und alle Sensoren sind auf höchste Lautstärke eingestellt. Schon von weitem spürt es die Energien des Narzissten, um sich entsprechend anzupassen. In dieser Umgebung erfährt das Kind keine Sicherheit und lernt nicht, sich selbst diese Sicherheit zu geben.

Es baut dicke Mauern um sich herum und schottet sich emotional von der Außenwelt ab. Die Überlebensstrategie besteht darin, sich anzupassen und es dem Narzissten recht zu machen, um nicht verletzt zu werden. Das Letzte, was er will, sind weitere traumatische Erfahrungen. Die weitere Persönlichkeitsentwicklung hängt von der eigenen Anstrengung ab und ob es ihm gelingt, die Opferrolle zu verlassen. Ein weiterer Faktor ist das eingepflanzte Abhängigkeitsmuster, das das weitere Leben prägt.

Wer mit Geschwistern in narzisstischen Familien aufwächst, kann vergleichen. Die verschiedenen Verletzungen werden unterschiedlich ausgedrückt, versteckt und verinnerlicht. Der eine passt sich mehr an, der andere rebelliert. Der eine versteckt sich hinter seinen Mauern und bleibt in der Opferrolle. Der andere sucht und sehnt sich nach mehr – nach Heilung.

He Mengting

Cinderella Dynamik im narzistischen Familienstrukturen.

Abhängigkeit: Wer denkt bei der Cinderella-Dynamik nicht gleich an den rettenden Prinzen? Nicht wahr? Das wäre doch schön, oder? Mit Magie für jedes Aschenputtel einen Prinzen, ohne selbst etwas tun zu müssen. ;) Nice. Aber irgendwie langweilig. Lieber der Magier sein und sich das unabhängige Leben schaffen, das man liebt und verdient.

Der Cinderella-Komplex nach der Psychotherapeutin Colette Dowling beschreibt die unterschwellige Angst von Frauen vor der Unabhängigkeit. Dies ist die passende Basis der Cinderella-Dynamik, unabhängig davon, woher diese Angst kommt oder resultiert. Diese Angst des Cinderella-Komplexes wird vom Narzissten genährt, gepflegt, bis die Saat aufgeht und Früchte trägt.

Wobei ” Cinderella ” hier für ein Rollenmodell steht und nicht geschlechtsspezifisch ist. So hat der Narzisst sein eigenes Aschenbrödel in der Co-Abhängigkeitsschleife: eine Spirale aus Angst, Schuld, Unselbstständigkeit und Dankbarkeit. Perfekt, oder?

Kehren wir zu Aschenputtels schwierigen Lebensumständen zurück: nicht gesehen zu werden, immer die helfende Hand zu sein, abhängig zu sein, allein zu sein, verlassen zu werden, etc. Das sind Auswirkungen, die auch ein Kind in einer narzisstischen Familie entwickelt. Die Co-Abhängigkeit des Kindes wird genährt und zeigt sich in einzelnen Bereichen.

Diese Person wird nicht in allen Bereichen unabhängig sein. Meistens manifestiert sie sich in den Bereichen, die unter diesen unterdrückenden Strukturen nicht entwickelt wurden. Wo die narzisstische Saat Früchte getragen hat. Zum Beispiel: finanzielle Abhängigkeit, beruflicher Misserfolg oder abhängige Beziehungen. Die geistige Freiheit ist eingeschränkt und befindet sich in einem Kreislauf – einer Spirale, die der Narzisst nutzt und weiter nährt.

Gefüttert mit dem Brotkrumen-System: Dieses System arbeitet mit Schuld, Selbstwert, Belohnung und Dankbarkeit. Der Wert wird durch Leistung definiert, da man es dem Narzissten nicht recht machen kann, ist die Leistung im unteren Bereich anzusiedeln. Für jede kleine Belohnung muss man eine oder mehrere Gegenleistungen erbringen und enorme Dankbarkeit zeigen. Eine Verweigerung endet in Kritik und Vorwürfen. Gängige Floskeln sind: Was habe ich für dich getan/geopfert? Wie undankbar bist du? Es ist/war deine Schuld, dass …? Deinetwegen ist das passiert…? usw.

Wenn man mental in dieser Dynamik gefangen ist, bleibt einem nichts anderes übrig, als nachzugeben. Wie unter einem Bann: weil man zu gutmütig ist, weil es um die Familie geht, weil man helfen will, weil man Anerkennung oder Aufmerksamkeit braucht usw. Der Zustand äußerer Sicherheit wird angestrebt. Eine falsche Sicherheit, die die Person in dieser Cinderella-Dynamik gefangen hält.

Sind Bedenken vorhanden, wird gesagt: „Nicht jetzt“, „Sei nicht so laut“, „Deine Ansichten sind komisch“, „Ich verstehe dich nicht“, „Drück dich klarer aus/nicht so kompliziert“ oder es wird einfach über den Kopf entschieden etc. – Schweigen und sich fügen, sonst wird mit der Angst vor Abhängigkeit gespielt. Ein wirksames Instrument, wenn man in dieser Dynamik gefangen ist.

Persönliche Grenzen werden überschritten, weil man es kann. Man hat nicht gelernt, in Beziehungen Grenzen zu setzen. Die Herausforderung: gesunde Grenzen zu setzen und den eigenen Wert zu kennen. Wichtig, um aus dieser Dynamik herauszukommen. Sich selbst schützen zu lernen und zu merken, wer die Grenzen einer Person überschreitet, zeigt in der Reflexion für diese Person einen Mangel an Selbstfürsorge und Selbstwert.

Einerseits möchte man sich in der Familie wohlfühlen, aber man fühlt sich nicht wirklich „zu Hause“. Es fehlt die tiefe Geborgenheit, die Sicherheit. Diese Dynamik wird selten hinterfragt, da sie aus der Kindheit stammt. Man hat es nicht gelernt und nicht entdeckt, dass es falsche Muster sind. Die falsche Wahrnehmung.

“Nein.” Genau das braucht es, ein “Nein”, um klare Grenzen zu setzen. Das geht nicht, könnte der Einwand lauten. Dutzende von Ausreden stehen zur Verfügung. Stimmt’s? Großartig. Das Denkmuster, das geschaffen wurde, um die Dynamik und das anerzogene Glaubenssystem aufrechtzuerhalten, meldet sich. Erkannt? Das Gefangensein, das illusorische Gefängnis, in dem diese Person lebt, aus Angst vor der Unabhängigkeit!

„Ich werde gebraucht“. Sicherlich gebraucht, aber nicht als Batterie oder Fußabtreter und schon gar nicht, um Narzissten zu gefallen. Sei dir selbst gegenüber hilfsbereit. Lass dich nicht all die Monate, Jahre oder Jahrzehnte auslaugen, ohne etwas zurückzubekommen. Wahres, authentisches Geben und Nehmen ist fließend und nährend. Es führt niemals zur Selbstzerstörung. Das ist die Lektion.

“Teil 2: Die Zielpersonen im narzisstischen Spiel und die Cinderella Dynamik” der dreiteiligen Serie erscheint am 22.03.2025.
Sofort erhältlich: Der ganze Artikel im Magazin als PDF.

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