Die Frage, welche Rolle die Menschheit im großen Ganzen spielt, wird besonders spannend, wenn wir sie durch den Wahrnehmungsfilter der Hermetik betrachten. Nach dem universellen Naturgesetz „Wie oben, so unten“ haben wir es selbst in der Hand, ob wir uns als Bewahrer, als Virus oder als Parasit im „Körper der Natur“ verhalten.
Viele blenden diese tiefgreifende Wahrheit aus oder haben ihren Ursprung schlicht aus ihrem Bewusstsein verdrängt: Wir sind ein integraler Bestandteil der Natur und gehören zu ihrem Kreislauf. Für viele, die in ihrer eigenen fiktiven Blasenwelt leben, mag das heute kaum vorstellbar sein oder? Doch halten wir es noch einmal ganz leise und andächtig fest: Wir sind Teil der Natur und Teil eines natürlichen Zyklus! Unser Körper ist ein eigener Kosmos – und gleichzeitig sind wir Teil des Kosmos der Natur.
Der Körper als Spiegel des Kosmos.
Betrachten wir den menschlichen Körper: Das Herz schlägt, die Lunge atmet – jedes Organ erfüllt seine lebenswichtige Funktion. Ohne diese reibungslosen Abläufe würde es problematisch. Die Erde, Gaia, die Natur ist wie unser Körper: Alles hat seine natürliche Aufgabe, und wenn ein Teil nicht funktioniert, entsteht Disharmonie – ein Ungleichgewicht. Für unseren eigenen Körper würde dies Krankheit, Zerfall oder sogar den Tod bedeuten, je nach Schwere des Zustandes. Angesichts dessen stellt sich unweigerlich die Frage: Was ist unsere Funktion im Körper der Natur?

Ob wir das Gehirn mit Fähigkeit zur Selbsterfahrung und Selbstreflektion sind, oder das schützende Immunsystem (Homöostase), oder die Drüse für das innere Gleichgewicht, spielt in erster Linie keine Rolle.
Die Betrachtung, das es keine echte Grenze zwischen „Innen“ und „Außen“ gibt, Gesetz der Entsprechung in der Hermetik, lässt erahnen, dass der Schmerz der Natur buchstäblich unser eigener Schmerz ist. Wenn wir die Meere vergiften oder den Orbit mit Schrott füllen, tun wir dies in der Illusion, es sei weit weg. Doch nach dem Prinzip der Entsprechung gibt es keine Abgrenzung. Den Kosmos zu vermüllen fühlt sich sinnbildlich so an, als würde man Müll in sein eigenes Bett werfen – wir müssen früher oder später darin schlafen.
Ehrlich gesagt, diese Aussicht ist nicht gerade verlockend, oder? Was also können wir tun? Die Antwort liegt in der Entwicklung unseres Bewusstseins. Richten wir den Blick auf die universalen Gesetzmäßigkeiten der Hermetik und die buddhistischen Daseinsbereiche – denn sie sind es, die uns unser Handeln und dessen Folgen erklären können.
Die hermetischen Gesetze und die buddhistischen Daseinsbereiche im täglichen Leben.
Die Hermetik beschreibt universale Gesetzmäßigkeiten. Laut dem Kybalion handelt es sich um sieben Prinzipien: das Gesetz der Geistigkeit (Mentalität), der Entsprechung, der Schwingung, der Polarität, des Rhythmus, von Ursache und Wirkung sowie des Geschlechts. Diese geben uns Einblick in die Beschaffenheit der Energie – getreu dem Leitsatz: „Wie oben, so unten.“
Wir sind nicht alle „gleich“. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf, dass wir alle gleichförmig sein sollen? Wir sind zwar gleichwertig, da wir als Lebensform dasselbe System (Körper, Geist etc.) teilen, doch dieses System hat unzählige Ausdrucksformen. Wir sind eins und doch individuell; jeder hat seinen eigenen „Sound“. Entweder spielen wir ein Stück des Universums in Harmonie mit einem großartigen Klang, oder wir erzeugen eine Disharmonie, bei der jeder Ton schmerzt.
Wahre Anpassung bedeutet nicht, zum gleichen Ton zu werden, sondern unseren eigenen Klang mit dem der anderen abzustimmen. Stell dir vor, alle Musiker dieser Welt, aus allen Genres, würden gemeinsam ein Stück spielen. Dieser Song wäre genial, wenn jeder auf seine eigene Art einstimmt. Doch wer nicht bewusst zuhört, wie der Raum klingt, wird immer nur Lärm produzieren.
Doch hört man sich den Sound der heutigen Zeit an, ist er oft schmerzerfüllt – getrieben etwa vom Wettbewerbsdenken der Asuras und geprägt von Eifersucht, Wut, Stolz, Neid und Kampfgeist. Auch die anderen fünf Daseinsbereiche der buddhistischen Kosmologie begegnen uns täglich. Ob es die Hölle, das Tierreich, die himmlischen Sphären, die hungrigen Geister oder die Ebene der Menschen ist: Alle sind präsent und zeigen sich in den Energien, die wir selbst erschaffen haben. Es sind keine statischen Reiche, in die wir nach dem Tod eingehen, sondern Zustände, die wir täglich durchlaufen. Es sind unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen. Wie sehr sie uns prägen, hängt allein von unserem Bewusstsein und unserem Umgang mit ihnen ab.
Geprägt vom „Asura-Modus“ denken wir immer komplexer und wollen die Lösung in noch mehr Technik sehen, nur um das System der Wirtschaft und das veraltete Denken unserer Arbeitswelt zu füttern, weil wir es so konditioniert haben. Doch was wäre die wahre Lösung? Wenn es zu komplex wird, dann reguliert die Einfachheit die Komplexität. Die Reduktion auf das Wesentliche!
Einfachheit und Stille: Der Weg der Heilung in einer immer lauter werdenden Welt.
Einfachheit und Stille: Der Weg der Heilung in einer immer lauter werdenden Welt. Es ist ein Weg zu mehr Bewusstsein. Ein bewussterer Umgang mit jedem einzelnen Menschen. Wir besitzen einen eigenen Klang und doch sind wir Teil des Ganzen. Die Trennung ist illusorisch, und im Endeffekt verletzen wir uns selbst, nur um mehr Profit einzufahren. Und wofür? Für ein besseres Leben, mehr Komfort und unser Ego. Doch auf welche Kosten? Es ist eine wahre Ironie, dass wir uns dabei selbst schaden. Drücken wir wirklich den Kopf zur Vernichtung? Brauchen wir wirklich so viel Lärm und Geschwindigkeit? Reicht uns nicht der Zyklus des ständigen Wandels?
Noch mehr Technik oder komplexere Systeme sind keine Lösung. Die Stille ist es, in der jeder Einzelne seinen ‚Sound‘ erkennt und diesen harmonisch auf das Ganze abstimmt. Wir müssen verstehen, dass Technik nur die Hardware ist – unser Bewusstsein die Software. Wir gieren nach weiteren Updates unserer inneren Software, übersehen dabei aber, dass die beste Hardware der Welt nur die gleichen Fehler wiederholt, wenn das Programm nicht stimmt. Wahre Funktion im Körper der Natur bedeutet, die eigene Schwingung zu klären, damit der Gesamtklang von Gaia wieder rein werden kann.
27.02.2026 überarbeitet … Fortsetzung und/oder Überarbeitung folgt im authentischen natürlichen Bewusstseins-Lern-Erweiterungs-Zyklus. Wie alle Beiträge im Suibian-Projekt.
Wenn dieser Beitrag eine Saite in dir zum Schwingen gebracht hat und du den weiteren Ausbau dieses bewussten „Orchesters“ unterstützen möchtest, freue ich mich über eine kleine Wertschätzung. Jeder Beitrag hilft mir, die Stille zu finden, in der neue Impulse für Suibian entstehen können. >>DEN FLOW UNTERSTÜTZEN<<


