Die Frage, welche Rolle die Menschheit im großen Ganzen spielt, wird besonders spannend, wenn wir sie durch den Filter der Hermetik betrachten. Nach dem universellen Naturgesetz „Wie oben, so unten“ haben wir es selbst in der Hand, ob wir uns als Bewahrer, als Virus oder als Parasit im „Körper der Natur“ verhalten.

Viele blenden diese tiefgreifende Wahrheit aus oder haben ihren Ursprung schlicht aus ihrem Bewusstsein verdrängt: Wir sind ein integraler Bestandteil der Natur und gehören zu ihrem Kreislauf. Für viele, die in ihrer eigenen fiktiven Blasenwelt leben, mag das heute kaum vorstellbar sein. Doch halten wir es noch einmal ganz leise und andächtig fest: Wir sind Teil der Natur und Teil eines natürlichen Zyklus! Unser Körper ist ein eigener Kosmos – und gleichzeitig sind wir Teil des Kosmos der Natur.
Der Körper als Spiegel des Kosmos.
Betrachten wir den menschlichen Körper: Das Herz schlägt, die Lunge atmet – jedes Organ erfüllt seine lebenswichtige Funktion. Ohne diese reibungslosen Abläufe würde es problematisch. Die Erde, Gaia, die Natur ist wie unser Körper: Alles hat seine natürliche Aufgabe, und wenn ein Teil nicht funktioniert, entsteht Disharmonie – ein Ungleichgewicht. Für unseren eigenen Körper würde dies Krankheit, Zerfall oder sogar den Tod bedeuten, je nach Schwere des Zustandes. Angesichts dessen stellt sich unweigerlich die Frage: Was ist unsere Funktion im Körper der Natur?
Die hermetischen Gesetze und die buddhistischen Daseinsbereiche im täglichen Leben.
Die Hermetik beschreibt universale Gesetzmäßigkeiten. Laut dem Kybalion handelt es sich um sieben Prinzipien: das Gesetz der Geistigkeit (Mentalität), der Entsprechung, der Schwingung, der Polarität, des Rhythmus, von Ursache und Wirkung sowie des Geschlechts. Diese geben uns Einblick in die Beschaffenheit der Energie – getreu dem Leitsatz: „Wie oben, so unten.“
Wir sind nicht alle „gleich“. Wann hört dieser Wahnsinn endlich auf, dass wir alle gleichförmig sein sollen? Wir sind zwar gleichwertig, da wir als Lebensform dasselbe System (Körper, Geist etc.) teilen, doch dieses System hat unzählige Ausdrucksformen. Wir sind eins und doch individuell; jeder hat seinen eigenen „Sound“. Entweder spielen wir ein Stück des Universums in Harmonie mit einem großartigen Klang, oder wir erzeugen eine Disharmonie, bei der jeder Ton schmerzt.
Wahre Anpassung bedeutet nicht, zum gleichen Ton zu werden, sondern unseren eigenen Klang mit dem der anderen abzustimmen. Stell dir vor, alle Musiker dieser Welt, aus allen Genres, würden gemeinsam ein Stück spielen. Dieser Song wäre genial, wenn jeder auf seine eigene Art einstimmt.
Doch hört man sich den Sound der heutigen Zeit an, ist er oft schmerzerfüllt – getrieben etwa vom Wettbewerbsdenken der Asuras und geprägt von Eifersucht, Wut, Stolz, Neid und Kampfgeist. Auch die anderen fünf Daseinsbereiche der buddhistischen Kosmologie begegnen uns täglich. Ob es die Hölle, das Tierreich, die himmlischen Sphären, die hungrigen Geister oder die Ebene der Menschen ist: Alle sind präsent und zeigen sich in den Energien, die wir selbst erschaffen haben. Es sind keine statischen Reiche, in die wir nach dem Tod eingehen, sondern Zustände, die wir täglich durchlaufen. Es sind unsere Gefühle, Gedanken und Handlungen. Wie sehr sie uns prägen, hängt allein von unserem Bewusstsein und unserem Umgang mit ihnen ab.
… Fortsetzung und/oder Überarbeitung folgt im authentischen natürlichen Bewusstseins-Lern-Erweiterungs-Zyklus. Wie alle Beiträge im Suibian-Projekt.
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